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Gästewerbung im Wandel der Zeit

 

Foto - v.l.: Die TVB-Obleute Markus Tipotsch und Ferdinand Lechner, Verfasser Paul Lechner, Planungsverbands-Obmann Bgm. Hansjörg Jäger und dessen Stellvertreter Bgm. Robert Pramstrahler.

Im Anschluß an eine am 21. Juli stattgefundene Sitzung des Planungsverbandes wurde anwesenden Vertretern des Landes, der Tourismusverbände sowie der Gemeinden eine Ausstellung, welche die Entwicklung der Fremdenverkehrswerbung während der letzten eineinhalb Jahrhunderte im mittleren und hinteren Zillertal zum Inhalt hat, präsentiert. Paul Lechner, ehemaliger Ortschronist von Mayrhofen und Verfasser des Abschnittes „Mayrhofen und seine Gründe“, vermittelte einleitend über Tourismuswerbung von ihren Anfängen bis herauf in die Neuzeit. Für Chronikzwecke wurde parallel zur Ausstellung hinsichtlich der mehr als 160 Seiten umfassenden Abhandlung auch ein Buch erstellt, welches ihm als Dank für seinen Einsatz überreicht wurde.

Nachstehend ein Ausschnitt aus dem Werk: "Die lange verwendete Bezeichnung „Fremdenverkehr“ ist im Grunde genommen irreführend. In unsere seit mehr als einem Jahrhundert vom Tourismus geprägte Region kommt kein „Fremder“, sondern vielmehr – verwendet man die im Laufe der Zeit gebräuchlichen Synonyme – ein Sommerfrischler, ein Tourist, ein Urlauber, ein Erholungssuchender. Über Jahrzehnte sind diese Besucher dabei dem jeweiligen Quartiergeber treu geblieben, vielfach über mehrere Generationen hinweg und nicht selten ist einer oder eine in der Familie des Unterkunftgebers im wahrsten Sinne des Wortes „hängengeblieben“.

Als Exportfaktor steht der Tourismus betragsmässig an erster Stelle. Daher ist es verständlich, dass die Bemühungen der Wirtschaftspolitik primär darauf gerichtet sind, die Stellung unseres Landes als Feriengrossmacht im internationalen touristischen Wettbewerb zu behaupten und weiter auszubauen. Auch die unmittelbaren Auswirkungen auf das Gemeinwesen einer Kommune oder einer Tourismusregion sind bedeutungsvoll. Haupt- und nebenberufliche Verdienstquellen werden erschlossen, neue Berufsmöglichkeiten entstehen und so manche Bergbauerngemeinde konnte durch den Tourismus ihre Existenz wahren und junge Bürger von einer Abwanderung abhalten. Natürlich birgt der Fremdenverkehr auch seine Schattenseiten, Zukunftsszenarien und Entwicklungstendenzen werden aufmerksam zu verfolgen sein.

So wie jene Einrichtung, welche die Förderung und den Ausbau des Tourismus innehat und in der Vergangenheit als Verschönerungsverein, Verkehrsverein und Fremdenverkehrsverband firmierte, ist auch die Gästewerbung einem rasanten Wandel unterworfen. Längst beschreitet man nicht nur die alten, über Jahrzehnte genutzten Pfade, parallel dazu wurden neue Bereiche erschlossen und in digitaler Form Werbeaktivitäten aufgebaut, um so mit einem möglichen Gast kommunizieren zu können. Althergebrachte Kampagnen reichen heute nicht mehr aus, um neue Gäste zu ak­qui­rie­ren. Nahezu sämtliche touristischen Kontakte laufen mittlerweile über das Internet.

In Zell am Ziller wurde bereits früh erkannt, wie wichtig es ist, den Tourismus in geordnete Bahnen zu lenken. Vor mittlerweile dreizehn Jahrzehnten, im Jahre 1888, einem Jahr vor der Einrichtung des Tiroler Landesfremdenverkehrs-verbandes, erfolgte die Gründung des Verschönerungsvereines, der damit zu den ältesten des Landes zählt. Gästewerbung wurde jedoch bereits viel früher, allerdings nicht in bewusstem Masse betrieben. Lange vor der Gründung des Verkehrsvereines sind Zeller Bürger in die Welt hinausgezogen, zuerst als Ölträger und Midritathändler, dann als Sänger. Diese haben Tiroler Liedgut verbreitet und der Name Leo ist wie viele andere Sängerfamilien auch aus der Kulturgeschichte des Zillertales nicht mehr wegzudenken. Mehr denn je sind die zahlreichen Musikgruppen des Tales als Botschafter unseres Landes nicht nur im Alpenraum sondern in ganz Europa unterwegs und tragen damit nicht unwesentlich zur Förderung des Tourismus bei."

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