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"Engelbert-Kolland-Gedenkstätte" - Baufortschritt

Im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau des in Rachau/Stmk. in seine Einzelteile zerlegten Objektes, welches ab 1840 von der Familie des Seligen Engelbert Kolland bewohnt wurde, konnte unlängst die Eindeckung des Daches abgeschlossen werden. Infolge der relativ großen Neigung der Dachkonstruktion – diese weist ein Gefälle von 40 Grad auf – war die Eindeckung in Form eines Schardaches vorzunehmen, was mittels Lärchenschindeln erfolgte.

Bei Schindeldächern wird zwischen einem reinen Schindeldach und einem Schardach unterschieden. Die Erstellung eines Schindeldaches ist eine alte Handwerkskunst, die allerdings wieder zunehmend – insbesondere wenn es um Verkleidungen von Fassaden geht – eine Renaissance erlebt. Beim Schindeldach, dessen Schindeln lose verlegt und mit Schwarsteinen und Schwarstangen fixiert werden, erfolgt viermal im Intervall von fünf bis zehn Jahren ein Wenden, um die Schindeln gleichmäßig der Witterung auszusetzen. Beim Schardach hingegen werden die Schindeln mittels Nägeln fixiert. Schardächer gelangen dann zur Ausführung, wenn auf Grund der Neigung, so wie es beim „Engelbert-Kolland-Haus“ gegeben ist, der Halt von Schwarstangen und Schwarsteinen nicht mehr gewährleistet ist.

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