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Sanierung von Grabdenkmälern

Dekan Dr. Steinwender und Dr. Rampold anläßlich des Lokalaugenscheines. Ganz links der Stein mit den beiden Putti diente in der Vergangenheit auch als Teil eines Weihwasser-Spenders. Ein Foto aus dem Jahre 1958 zeigt ihn mit einem aufgesetzten Blechdach samt Kreuz und darunter das entsprechende Behältnis aus Stein oder Marmor, welches offenbar im Laufe der Zeit verlorengegangen ist.

Bekanntlich braucht „Gut Ding immer länger Weil“. Vor etwas mehr als zwölf Jahren wurde bereits einmal ein Anlauf gemacht, die in der südlichen Begrenzungsmauer des Pfarrfriedhofes eingebetteten Grabdenkmäler einer Sanierung zu unterziehen. Nachdem in der unmittelbar letzten Zeit im Bereich der Gedenktafeln – die älteste derselben ist immerhin etwas mehr als ein halbes Jahrtausend alt – massive Schäden wie Aus- und Abbrüche aufgetreten sind, wurde ein neuerlicher Anlauf, Sanierungsmaßnahmen einzuleiten, unternommen.

Die Marmorplatten erinnern unter anderem an Johann Jacob Fröhlich von Fröhlichsburg, welcher in der Zeit von 1708 bis 1734 in Zell als Dekan wirkte. Ein weiteres imposantes Grabdenkmal ist jenes von mehr als drei Quadratmetern aus rotem Kramsacher Marmor. Es erinnert an Johann Schöner und dessen Gattin Elisabeth, wobei die Wappen der Verstorbenen einschließlich Stechhelm, Helmzier und Helmdecke gezeigt werden. Das linke Wappen wird Johann Schöner und das rechte dessen aus Rattenberg stammender Gattin Elisabeth Noll zugeschrieben.

Im Grabdenkmal auftretende Stilmerkmale lassen vermuten, daß dieser Grabstein aus der Werkstätte des Meisters Sebald Bocksdorfer stammt, der im Jahre 1519 in Innsbruck verstorben ist. Die mit größter Wahrscheinlichkeit dem Adel zuzurechnende Familie Schöner oder Schoner stammt vom freien, bäuerlichen Hof Schön bei Fügen und wird in schriftlichen Quellen erstmals im Jahre 1315 erwähnt. Über Reichtum und Ansehen dieses Geschlechtes geben etliche Urkunden von Gütererwerbungen sowie die Tatsache, daß die Schöner mehrfach das Amt des Urbarpropstes im Zillertal mit Sitz in Zell bekleideten, Auskunft. Zum Beispiel hatten Hans der Schöner am Ende des 14. Jahrhunderts bzw. Heinrich der Schöner zu Beginn des 15. Jahrhunderts dieses Amt inne. Die auf dem Zeller Grabstein verewigten Schöner waren die Eltern jenes Hans Schöner, welcher zusammen mit seiner Frau Walburg auf einem Grabdenkmal an der Außenwand der Fügener Pfarrkirche aufscheint.

Seit der letzten Begehung im Jahr 2009 hat „der Zahn der Zeit“ weitere Spuren an den Grabdenkmälern, insbesondere an jenem der Schöner verursacht, weshalb am 10. Februar mit Dr. Reinhard Rampold vom Bundesdenkmalamt sowie Dekan Dr. Ignaz Steinwender ein Lokalaugenschein stattfand, anläßlich welchem die einzuleitenden Maßnahmen diskutiert wurden. Dabei kam zum Ausdruck, daß eine Sanierung zwingend durchzuführen sei und noch längeres Zuwarten weitere und irreparable Schäden verursachen würde. Vorgelegt wurde im Rahmen dieser Begehung auch ein Sanierungsangebot, das Kosten in Höhe von rund € 23.000,00 veranschlagt. Diese sollen von Bundesdenkmalamt, Kulturabteilung, Landesgedächtnisstiftung, der Pfarre Zell und den zur Pfarre gehörigen Gemeinden aufgebracht werden.

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